
fast quadratisch, exakt 42,8mm x 36,4mm groß, in der Version CF I 3,3mm und in der Version CF II 5,0mm dick. Und es gibt sie seit Oktober 1994. In diesem bedeutsamen Monat stellte die Firma SanDisk vor, was einmal die am weitesten verbreitete Speicherkarte der Welt werden soll. CompactFlash-Karten sind robust, zuverlässig und werden zuverlässig und in regelmäßigen Abständen immer günstiger. Die im Herbst 1994 vorgestellten Speicherkarten waren in Größen von 2 bis 24MB zu bekommen. Und ich fürchte, es war dafür mehr zu berappen, als heute für eine 4GB-CompactFlash-Karte fällig wird. Grund genug also, zu jubeln.
gab es also in Größen von 2 bis 24 MB! Wow!! Aber man muss da etwas zurück gehen in der Geschichte der Digitalfotografie. Die meisten Digicams des Jahres 1994 hatten in etwa die Auflösung eines TV-Bildschirms. Konkret: Die von Kodak produzierte Apple Quick Take 100 löste 640 x 480 pixel auf, also 0,3 Megapixel. Sie war für schlappe 749,- US$ zu haben. Wer etwas mehr investieren mochte, der bekam mit der Olympus Deltis VC-1100 satte 0,44 Megapixel (768 x 576 pixel). Der Preis: sagenhaft günstige 4.000,- US$. Atemberaubend wurde es dann mit der Kodak NC2000, der ersten professionellen digitalen Spiegelreflexkamera, ebenfalls aus dem Jahre 1994. Den unglaublich hoch auflösenden CCD-Sensor (1024 x 1280 pixel = 1,3 Megapixel) gab´s für herzinfarktauslösende 17.950,- US$. Eine 24MB-Speicherkarte dürfte in Verbindung mit dieser Profi-Kamera für rund 50 JPEGs gut gewesen sein.
fädelte zu der Zeit noch eifrig perforierte Zelluloidstreifen in heute bereits antiquiert anmutende Kameras und spulte diese nach spätestens 37 Verschlußauslösungen zurück in ein kleines schwarzes Blechröllchen mit grünem Aufdruck. Danach begann das Spiel von neuem. Meine erste Digitalkamera war dann die Canon G3 mit 4 Megapixel. Ich kaufte sie im November 2002 im Set mit einer 192MB-CompactFlash-Karte von Hama (ja, so ´ne gab´s tatsächlich!), die gut war für runde 45 Aufnahmen im RAW-Modus. Da genug niemals genug ist, kaufte ich mir kurz danach eine 256MB-Karte, ebenfalls von Hama, zum Preis von 95,- €. Die war gut für 65 RAW-Bilder und so musste ich mit meinen beiden Karten nun erst nach 110 Verschlußauslösungen das nächstgelegene Notebook aufsuchen.

CompactFlash-Karten arbeiten, im Gegensatz zu den meisten Fotografen, selbst noch bei minus 40°C zuverlässig und bekommen auch bei plus 85°C noch keine Schweißränder unter den Achseln. Auch sind mir schon Berichte von Nutzern zu Gehör gekommen, deren Karte vom Balkon eines Hochhauses hinunter auf den asphaltierten Parkplatz gefallen sein sollen. Was allein genommen noch keine Leistung ist. Aber sie sollen diese Fahrlässigkeit menschlicherseits samt Daten unbeschädigt weggesteckt haben! Was allein genommen wiederum eine enorme Leistung ist. Und auch einen kompletten 60°-Waschgang inmitten von Persil-Seifenblasen nebst nachfolgendem Trockenschleudern sollen CompactFlash-Karten und Daten schon überlebt haben. Kommt die Flash-Technologie doch ohne bewegte Teile aus und kann Daten annähernd unendlich lange speichern. Und das ohne eine Stromversorgung zu benötigen. CompactFlash-Karten sind mit einem Chip, auch Controller genannt, ausgestattet. Der kontrolliert den Datentransfer, vermittelt zwischen Kamera und Speichermedium und nimmt bei Bedarf schadhafte Speicherzellen ausser Betrieb. Und auch wenn aussen nicht SanDisk drauf steht, ist oft SanDisk drin. Der Marktführer liefert die Controller für zahlreiche weitere Kartenhersteller.
der Karten hängt übrigens nicht nur allein von dieser ab, sondern natürlich auch von den Kameras. Und die hinken noch mächtig hinterher. Die derzeit schnellste DSLR, die Nikon D2Xs schreibt mit knappen 10 MB/sec, die D200 schafft gute 8 MB/sec, die D80 gerade mal knappe 5! Die Canon 30D kritzelt mit 6 bis 7 MB/sec in dne Speicherzellen herum und die 16,7 Megapixel auflösende Canon 1Ds MkII schafft knappe 8 MB/sec.
Manche Hersteller geben die Schreib- und Lesegeschwindigkeit ihrer Karten in MB/sec an. Andere, Lexar beispielsweise, analog der Schreibgeschwindigkeit von CD-ROMs und DVDs als x-Faktor. Dabei entspricht:
8X = 1.2 MB/sec
12X = 1.8 MB/sec
20X = 3.0 MB/sec
25X = 3.8 MB/sec
30X = 4.5 MB/sec
40X = 6.0 MB/sec
60X = 9.0 MB/sec
66X = 10.0 MB/sec
80X = 12.0 MB/sec
90X = 15.0 MB/sec
133X = 20.0 MB/sec
SanDisk bietet mit seinen Karten der Serie Extreme IV jetzt eine Schreib- und Lesegeschwindigkeit von 40MB/sec, Extreme III schafft 20MB/sec und Ultra II immer noch um die 10MB/sec.
habe ich mir eine SanDisk Extreme III mit 2GB geleistet, für schlappe 70,- €! Hätte ich zwar nicht unbedingt gebraucht, aber das Angebot war zu verlockend, schließlich bin ich ja nicht blöd. Das war dann auch der Moment, als erstmals der Gedanke aufkam, mal was über CompactFlash-Karten zu schreiben. Wenn meine neue 2GB-Karte sich schon nicht von der fotografischen Seite her rechtfertigen lässt, dann wollte ich wenigstens einen Beitrag draus machen. Daher liess es sich auch nicht vermeiden, einen kurzen Test durchzuführen. Ich steckte also meine uralt-256MB-Hama in den Kartenschacht meiner 20D und zählte die Sekunden, bis die 6 RAW-Bilder, die in den internen Kameraspeicher passen, auf die Karte geschrieben waren. Nach rund 38 Sekunden war der Job erledigt, hörte das rote Lämpchen auf zu blinken. Schwache Performance! Meine mittelalte 1GB-Ultra II-SanDisk schafft das in knapp 10 Sekunden. Meine brandneue 2GB-Extreme III ist übrigens keinen Deut schneller, die 20D ist hier der limitierende Faktor.
Die Hama von 2002 schafft nur etwas über 1 MB/sec und kostete umgerechnet auf 1GB Speicherplatz annähernd 400,- €. Meine 1GB SanDisk Ultra II kostete 2004 knappe 200,- € und würgt die 6 RAW-Bilder in knapp 10 Sekunden hinunter, was rund 6 MB/sec entspricht. Die Karte könnte das aber noch schneller, mit bis zu 9 MB/sec! Meine neue 2GB SanDisk Extreme III ist in Verbindung mit meiner Canon 20D zwar nicht schneller, kostete aber im Spätherbst 2006 umgerechnet auf 1GB weniger als 40,- €! Wenn das mal kein Grund zum Jubeln ist! Und ich finde, das reicht als Rechtfertigung für den Kauf und für diesen Beitrag. Irgendwie erinnert mich das Ganze an die Preisentwicklung von Brathähnchen. Musste ein Durchschnittsarbeiter in den 1950ern noch an die drei Stunden werkeln, um sich fettige Finger zu holen, reichen heute 20 Minuten!
wollte ich es genau wissen, wollte noch einen zweiten professionellen Test durchführen. Preiswert sind die Dinger ja tatsächlich geworden. Aber sind sie auch tatsächlich so robust wie allerorten behauptet wird? In einer Schublade meines Schreibtischs lag noch eine CF-Karte von Canon rum, Größe: 32MB. Die war mal als Notnagel einer Kameraschachtel beigepackt. 1994 wäre ich mit solch einer gigantischen Speicherkapazität selbst im Profilager ein König gewesen. Heute, sagte ich mir, ist das die ideale Karte für den ultimativen Belastbartkeitstest. Also schnell die 20D raus, 32MB-CF rein und zwei Bilder von den Blümchen im Wohnzimmer geschossen. Mehr passen auf die Karte im RAW-Modus nicht drauf. Dann ging´s ab in die Waschmaschine, Normalprogramm C, Buntwäsche 60°C, ein paar Jeans, T-Shirts und etwas Persil mit rein, fertig. Ich finde, das Resultat kann sich sehen lassen: leuchtende Farben selbst noch nach dem 60°-Waschgang! Persil und ComapctFlash-Karte haben den Test mit Bravour bestanden!

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